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Pfingstferien

Pfingstferien

Bald sind Pfingstferien! Auch diesmal findet vom Kindertreff Heidingsfeld aus eine Freizeit statt. Gemeinsam mit dem Kupschacker Club verbringen wir 3 Tage vom 13.06.-15.06. am Kupschacker! Treffpunkt ist jeweils um 8 Uhr am Reuterhaus, dann fahren wir gemeinsam mit...

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Osterfreizeit im Kindertreff

Osterfreizeit im Kindertreff

Osterferien Kindertreff In den Osterferien bieten wir Kids zwischen 6-14 Jahren vom 19.-22.04.22 ein kunterbuntes Freizeitprogramm: Freut euch auf viele lustige, aufregende Aktionen: Abenteuer-, Outdoorspiele, nach Lust und Laune spielen und toben im Freien, coole...

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Leider geht alles einmal zu Ende!

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Abenteuerlandes, als langjährige Leiterin des integrativen Projektes Abenteuerland verabschiede ich mich nach 23 Jahren aufgrund einer beruflichen Veränderung von dieser Aufgabe. Unser Abenteuerland wird in diesem Jahr zum...

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Konzept

Das „Abenteuerland“ ist ein dreiwöchiges, pädagogisch betreutes Projekt für Kinder während der Sommerferien mit integrativem und präventivem Charakter. Die Idee des Abenteuerlandes entstand im Jahr 1995.

 

 

Mit diesem Projekt wurde ein Rahmen geschaffen, der Kindern die Möglichkeit bietet:

  • eine freie, ungezwungene und erlebnisreiche Zeit zu erleben
  • ein neues Naturbewusstsein und Umweltverständnis zu erwerben, das auf eigenen Erfahrungen beruht
  • Kinder aus allen sozialen Schichten und Herkunftsländern neu kennen zu lernen – Integration
  • sich selbst mit den eigenen Fähigkeiten und Grenzen zu erfahren – Prävention.

 

Dazu gehört sich auszutoben, sich und Neues auszuprobieren, sich im Freien aufzuhalten und gemeinsam den Wald zu erkunden, an einem Lagerfeuer zu sitzen, u.v.m.! Und das in einer positiven Atmosphäre des gemeinsamen Erlebens in einer Gruppe. Im Sommer 1997 fand das erste Abenteuerland statt – im Jahr 2016 feierte das Abenteuerland sein 20 – jähriges Bestehen.

 

Viele Kinder werden mit dem Abenteuerland groß – sie, wie auch viele Teammitglieder sind über viele Jahre dabei. Das Abenteuerland „lebt“ nicht für drei Ferienwochen – in der Erinnerung, Vorplanung, Organisation und dem Zusammenhalt aller Beteiligten lebt es ein ganzes Jahr weiter – denn: „Nach dem Abenteuerland ist vor dem Abenteuerland !“

 

Das Abenteuerland finanziert sich aus TeilnehmerInnenbeiträgen und aus Finanzmitteln der Stadt Würzburg Fachbereich Jugend und Familie. Die Haushaltslage der Kommunen und somit auch die der Stadt Würzburg wird immer schwieriger und die Elternbeiträge sollen die nächsten Jahre weitgehend stabil gehalten werden, um allen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen.

 

Öffnungszeiten
Sommerferien 2020
Team
Team wird in Kürze vorgestellt 🙂
Erlebnisberichte

Sag zum Abschied leise Servus – von Agnes Kuhn

Nachdem die letzte Palette beim Abbau in diesem Sommer verladen war und noch einmal beim Nachtreffen im November war ich gezwungen zwei Worte zu sagen, die mit ganz vielen Emotionen, mit Abschiedsschmerz und so mancher verdrückter Träne, über meine Lippen kamen: “Servus  Abenteuerland!“

Nach vier Jahren, in denen meine Jahresplanung immer darauf ausgerichtet war, dass im August in großen roten Buchstaben „ABENTEUERLAND“ in meinem Kalender stand, werde ich im nächsten Jahr zum ersten Mal, zwar sicher in Gedanken dabei, aber nicht mehr mittendrin sein in all dem, was Abenteuerland bedeutet.

 

Im Frühsommer werde ich mein Studium abschließen und nach hoffentlich  erfolgreicher Suche im Frühjahr in meinen Beruf als Sozialpädagogin einsteigen. Auch wenn dieser Studiumsabschluss und der Berufseinstieg eine spannende Phase ist, die mit vielen Überraschungen und noch immer mit vielen Fragezeichen verbunden ist, denke ich schon heute darüber nach, wie diese Wochen wohl für mich sein werden. In einem Punkt bin ich mir sicher, wohin mein beruflicher Werdegang mich auch immer hinführt, im August werde ich viel mehr im Abenteuerland sein, auch wenn meine reale Reise in ein Land, aus einer ganz anderen, surrealen Welt im Jahr 2011 ausfallen muss.

Im Jahr 2007 ging ich das erste Mal mit auf diese Reise. Für mich war das Abenteuerland damals ein Ferienprojekt wie jedes andere. Ich hatte bereits einige Erfahrung bei anderen Freizeiten gesammelt und dachte daher ich wüsste, wo es lang geht. All die Erzählungen von einer besonderen Stimmung und
einem einzigartigem Konzept ließen mich daher ziemlich kalt. Was sollte hier schon anders laufen?

 

Heute, im Jahr 2010, war ich schon vier Mal als Teamerin dabei, zwei Jahre davon als Bürgermeisterin. Meine Sicht auf das Projekt hat sich sehr schnell um 180° gewendet. Doch warum überhaupt eine „Reise in eine andere Welt“? Die Bewohner des Abenteuerlandes befinden sich drei  Wochen lang in einer eigenen Welt. Jede Zeltstadt hat eine eigene Geschichte, die sich weiterentwickelt. Sowohl Kinder als auch Teamer identifizieren sich so mit dieser Geschichte, dass die Welt außerhalb des Abenteuerlandes zur völligen Nebensache wird. Da kommt es schon mal vor, dass man abends nach der Ausreise noch Einkäufe erledigt oder zum Besuch bei der Verwandtschaft antritt und gar nicht merkt, dass man die Bemalung und den Federschmuck noch gar nicht abgelegt hat. Bis dann die Kinder der Verwandtschaft aufgeregt auf dich zulaufen und rufen: „Au ja, wir spielen Indianer und Cowboy!“

In den letzten vier Jahren reiste ich als Ägypter in ein Land aus einer uralten Zeit, als Rothaut ins  Land der bunten Farben, als Bewohner des Zwergendorfes Rotsnasenhausen in ein Land wie aus einem  Märchen und zu guter letzt als Sternenfräulein und Traumritter in ein Land wie aus einem Traum. Auf  diesen Reisen begegneten mir oft Bösewichte die unsere Welt zerstören wollten, unseren Schatz  geklaut oder gar die Prinzessin entführt haben. Mit vereinten Kräften lösten wir Rätsel, schickten  Suchtrupps aus oder bastelten Geschenke, die den Bösewicht besänftigen.

 

Hier spielt es keine Rolle,  woher die Kinder kommen und welchen sozialen oder kulturellen Hintergrund sie haben. Alle sind  Bewohner der neuen Welt, alle sind gleichwertig und alle kämpfen miteinander für ein gemeinsames  Ziel. Hier wird Integration gelebt und erlebt mit vielen Emotionen und ganz und gar ohne erhobenen  Zeigefinger – das Abenteuerland ist ein Modellprojekt für interkulturelle und intersoziale Öffnung.

 

Es gibt so viele Besonderheiten, in diesem ganz besonderen Projekt. Dies fängt bei der umfangreichen Organisation an. Über die Jahre bekommt man einen kleinen Einblick, was hinter den Kulissen alles vorbereitet und organisiert werden muss. Auch die wirklich gute Schulung der Teamer – jeder weiß im Vorfeld, zumindest in der Theorie, was auf ihn zu kommt und alle sind aktiv an der Planung für die Zeltstädte und für die Highlights beteiligt.

 

Ja, und nicht zuletzt der so viel genannte besondere Flair. Für mich ist es immer wieder aufs Neue unglaublich, wie schnell man sich von dieser Stimmung mitreisen lässt. In diesen drei Wochen, ist es egal was gerade „in der anderen Welt“ vor sich geht. Alle leben einfach mit und für das Abenteuerland. Es ist wirklich schwierig, wenn nicht unmöglich, diese einzigartige Stimmung in Worte zu fassen. Ich kann auch nicht einzelne Gründe aufführen, warum  dieses Flair entsteht – da spielen einfach viele Kleinigkeiten, die gar nicht greifbar sind eine  entscheidende Rolle. Aber dieses Flair bringt die Emotionen, auf deren Basis das Abenteuerland lebt  und damit die Nachhaltigkeit für Kinder und Teamer.

 

Auch wenn es mir schwer fallen wird, im nächsten Jahr nicht „mittendrin“ zu sein, nicht mitreisen zu können in diese andere Welt, eines weiß ich ganz sicher: dieses Projekt wird mich mit all den gemachten Erfahrungen immer begleiten, beruflich wie  auch persönlich. Hier bin ich zu der tiefen Überzeugung gelangt, dass gelebte Gemeinsamkeit auf der  Basis von positiver Emotion und liebevollem Umgang miteinander wirklich möglich sind und dass sie  alle, Kinder und Teamer auch über das Abenteuerland hinaus, ein kleines Stückchen verändert.

 


 

Abenteuerland: Viel mehr als ein Ferienprojekt – von Steffen Schmitt und Franziska Matzat

Sicherlich ist es zu vermessen, wenn wir unsere Projekte mit einer besseren, zukünftigen Welt vergleichen wie sie Astrid Lindgren mit ihren Büchern für Kinder erschafft, dennoch ist aber genau  dieses Zitat gut geeignet, um als Leitfaden zu gelten, der sich durch die gesamte Arbeit des Fördervereins zieht. Gerade das Abenteuerland gibt ein gutes Beispiel, indem unseren Kindern drei Wochen eine Welt geschenkt wird, in der sie viele Erfahrungen und Erlebnisse machen, durch die sie Kompetenzen erweitern, verbessern und neue einüben können. In welcher Art und Weise das Konzept des Abenteuerlandes dazu beiträgt soll die folgende Darstellung verdeutlichen.

 

Ein entscheidender Punkt des Abenteuerlandes, der den pädagogischen Rahmen dieses Ferienprojektes bildet, ist der „Landescharakter“. Er ist gekennzeichnet durch die Abgrenzung des Geländes und durch verschiedene  identifikationfördernden „Hilfestellungen“ für die Kinder wie die Einreisestation, den eigenen AL-Ausweisen und die Aufgliederung in einzelne (Zelt)-städte. Die Grundidee dabei ist, durch die Ausblendung alltäglicher Wohn- und Lebensumstände und Aufstellung eigener, allgemein-gültiger  „Abenteuerland-Regeln“ einerseits die Gleichstellung der BewohnerInnen zu betonen, um damit die Integration und Kontaktaufnahme zu erleichtern und andererseits, gerade für die wachsende Zahl der  Kinder aus schwierigeren Verhältnissen, eine Vision von einer Welt zu bieten, die sich positiv von ihrer oft problematischen Alltagssituation unterscheidet.

 

Konzeptionell daran anknüpfend ist die nach  Jahrgängen getroffene Aufteilung in sechs verschiedene Zeltstädte, die einen überschaubaren Rahmen liefert, in dem die Kontaktaufnahme und -erhaltung erleichtert und zum anderen die Möglichkeit zur  altersspezifischen Programmgestaltung geboten wird. Gleichermaßen ist die Aufgliederung in Gruppen
von einer Stärke von ca. 30-35 Kindern, die von 6 TeamerInnen betreut werden, eine der Grundvoraussetzungen, um einen Erfahrungsraum herzustellen, indem in unzähligen, pädagogisch initiierten und betreuten sozialen Interaktionen nötige Kompetenzen für ein harmonisches und „gesundes“ Miteinander erworben, verbessert und erprobt werden.

 

Ein weiterer Schwerpunkt des  pädagogischen Konzeptes stellt die Durchführung der Workshops dar. Dabei werden nachmittags die  Altersgruppierungen zugunsten eines variablen, interessenspezifischen Angebots abgelöst. Im  Vordergrund steht hierbei der Individualaspekt. So wird in der Wahrnehmung von Vorlieben und  Stärken, unterstützt durch die individuelle Förderung in den Kleingruppen, Selbstbewusstsein und  Selbstwert gesteigert. Gleichermaßen dient die hinsichtlich Alter und Entwicklung heterogene  Zusammensetzung der Workshops aber auch dem Zusammenwachsen der verschiedenen  (Alters-)gruppierungen und führt so zu gegenseitiger Hilfe und Verantwortungsübernahme.

 

Entsprechend fungieren die Workshops für die Kinder zusammen mit anderen Zeltstadt übergreifenden Modulen oder Ritualen (z.B. dem Bergfest zur Mitte des Abenteuerlandes, der großen Übernachtung oder den gegenseitigen Einladungen der Zeltstädte zu einem gemeinsamen „Freundschafts- Frühstück“) – ebenfalls als Anreiz eigene Ideen einzubringen und etwaige „Highlights“ in  Eigenverantwortung durchzuführen.

 

Seit dem Abenteuerland 2010 wird die Idee der gegenseitigen  Rücksichtnahme, das Übernehmen von Verantwortung für andere (kleinere/ schwächere) BewohnerInnnen und somit das Entstehen einer harmonischen respektvollen Einheit auf dem Gelände durch die eingeführte Idee der Partnerzeltstädte gefördert. Sie wurde entwickelt, um dem Bedürfnis der  Kinder gerecht zu werden, auch mit anderen Zeltstädten verstärkt Kontakt haben zu können. In  den letzten Jahren konnten wir häufig beobachten, dass sich während der Abenteuerland- Ralley oder  auf Ausflügen ältere Kinder gerne den Jüngeren angenommen haben und sich so über Hilfestellungen  bei Spielen hinaus Beziehungen entwickelten, die einem fröhlichen Miteinander der  Abenteuerlandkinder dienten.

 

Dieses Jahr boten die Partnerzeltstädte von grünorange, blau-gelb und  rot-grau schon im Vorfeld die Möglichkeit von zusammen geplanten und durchgeführten Aktionen der  Zeltstädte oder durch das gemeinsam eingenommene Mittagessen, bei dem sich die „Paten“ treffen  und austauschen konnten, viele neue Möglichkeiten der gegenseitigen und eigenverantwortlichen  Verantwortungsübernahme untereinander. Deutlichstes Beispiel dafür, dass den Kindern im Abenteuerland der Freiraum zur kreativen Selbstständigkeit geboten wird, ist sicherlich der Kontest „ATLSDSS – Abenteuerland sucht den Superstar“, ein über die Jahre gewachsenes und inzwischen  mehrstündiges „Mega- Event“, das alle (!) Bewohner in seinen Bann zieht und unter minimalster Hilfe  komplett— d.h. Ausschreibungen, Darbietungen, Jury, Moderation, Preisverleihung u.v.m. – in  Kinderhänden liegt. Erlebt man dabei, wie sich die Kinder in die Rolle der TeamerInnen versetzen und  deren Verhalten widerspiegeln, wird jedem deutlich, dass die Basis der Umsetzung der genannten  Ideen vor allem ein vielköpfiges, kompetentes und verantwortungsbewusstes Betreuerteam ist.

 

Hier  wird klar, wie wichtig unser professionelles, mehrtägiges Seminarwochenende für alle TeamerInnen ist,  um die überwiegend aus dem pädagogischen bzw. sozialen Bereich kommenden BetreuerInnen inhaltlich, thematisch und emotional vorzubereiten. Damit verbunden geben während des  Abenteuerlandes regelmäßige Reflexionen durch das Leitungsteam Hilfestellung zur weiteren Entwicklung, so dass der hohe Standard, quantitativ wie qualitativ, auch bei der naturgemäßen,  studien- bzw. ausbildungsbedingten Fluktuation der ehrenamtlichen TeamerInnen, dauerhaft aufrecht zu erhalten war und ist. Das Entstehen einer emotionalen und liebevollen Gemeinschaft unter den  Kindern entsteht nur dann, wenn auch die TeamerInnnen in den einzelnen Zeltstädten und als  Großteam eine starke Einheit werden und bilden um gemeinsam mit den Kindern drei Wochen Spiel und Spaß zu haben, so dass alle Beteiligten Erfahrungen für das eigene Leben in ihren Alltag mitnehmen.

 

Viele Beobachtungen über die vergangenen Jahre, wie wachsenden Freundschaften zwischen Kindern aus teilweise völlig unterschiedlichen sozialen Milieus, richtiggehende „Abenteuerland-Lebensläufe“ ,  die in der grünen Stadt begannen und nach einigen Jahren „ATL-Kid“ über die Mitarbeit als Klein- TeamerIn eine Fortsetzung im pädagogischen Team fanden, die langjährige Unterstützung von  Sponsoren und „Helfern vor Ort“ und nicht zuletzt das große Engagement begeisterter Teamer und  Eltern im Förderverein Abenteuerland e.V. machen eines überdeutlich: Hinter diesem Abenteuerland steckt viel mehr als ein dreiwöchiges Ferienprojekt. Dahinter wirkt eine Idee mit der tiefen  Überzeugung, Kindern und ihren Familien durch diese drei Wochen neue Türen zu öffnen, andere  Perspektiven mit dem Erleben von Gemeinsamkeit zu schaffen. Dass diese Idee aufgeht zeigt nicht  zuletzt ein ansteckender Virus: der Virus des Abenteuerlandes.

 

Und genau dieser positive Virus ist  es, den die Kinder nach drei Wochen Abenteuerland mit in ihren Alltag nehmen, mit dem sie ihre  Familie und Freunde „infizieren“. Dieser Virus gibt Mut und Kraft für eigenverantwortliches Handeln,  einen respektvollen und freundlichen Umgang mit Menschen jeden Alters und jeder Nation zu  probieren und zu verinnerlichen und in der Kooperation mit Eltern und sozialen Institutionen den  Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben der Kinder von heute, den Erwachsenen von morgen zu legen.

 

Unser Abenteuerland und die Arbeit des Fördervereins sind sicher ein kleiner „ansteckender“  Beitrag dazu, dass unsere Kinder eines Tages so stark im Leben stehen wie Astrid Lindgrens Pipi  Langstrumpf.

 

Pädagogische Basis

1. Theoretische Grundlagen

Entwicklungspsychologischer Rahmen

  • „Gegenstand sind Veränderungen, Stabilitäten, Vorhersagen und Beeinflussungen von Verhalten und Erleben.“
  • Körperliche und kognitive Entwicklung
  • Sozialverhalten und –kompetenz
  • Was Entwicklung bedeutet, beinhaltet und auch beeinflusst, ist für die Förderung von Kindern, deren Integration und für die Prävention von Fehlentwicklungen von großer Bedeutung Integrationsarbeit
  • (Wieder-) Eingliederung in eine Gesellschaft oder Gruppe sowie die Anpassung an explizit formulierte Normen.“
  • Teilhabe am öffentlichen Leben ermöglichen
  • Integration hängt auch mit der Bereitschaft und Offenheit der Gesellschaft zusammen
  • Intersoziale Integration – Eingliederung von Menschen mit Mehrfachbelastungen,Prävention
  • „Schädlichen Entwicklungen vorbeugen, Risiken erkennen und ihre negativen Folgen verhindern oder zumindest mindern.“
  • Zielt auf vier Aktionsbereiche des Menschen: körperliche, psychische, soziale und ökologische
  • Aufklärung in Erziehung & Bildung sowie die Förderung und Wiederherstellung von Normalzuständen.

 

2. Konzeptioneller Teil

Rahmenbedingungen:

Die Organisation, Vorbereitung sowie Durchführung des Abenteuerlandes obliegt dem Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Würzburg und dem Förderverein Abenteuerland e. V.

Weitere Voraussetzungen:

  • Das Gelände des Abenteuerlandes ist eine Wiese im Stadtteil Heuchelhof. Hier schließen ein Wald sowie ein Spiel- und ein Sportplatz an.
  • Ein umfangreich geschultes Team, bestehend aus ca. 40 BetreuerInnen für ca. 230 Kinder
  • 18 Großzelte, drei für jede der sechs Zeltstädte
  • Große Küchenzelte inklusive Küchenausstattung (Spüle, Spülmaschine, Besteck, Teller, Grills, und vieles
    andere mehr) Weitere Zelte als Sanitäts- und Essensausgabezelt
  • Ein großes Zirkuszelt. Dies kommt sowohl als Treffpunkt bei Highlights als auch beim Mittagessen zum Einsatz
  • 2 Bauwagen – mit Material zum Basteln, Bauen und Spielen
  • Die Organisation abwechslungsreichen Essens (Frühstück, Mittagessen und Nachtisch sowie Obst für zwischendurch)

 

Struktur des Abenteuerlandes

Die Gesamtplanung und –organisation des Abenteuerlandes erstreckt sich über das ganze Jahr.

Die Vorbereitung

Diese beginnen bereits im Januar, mit der Bewerbung neuer und der Anmeldung erfahrener Teamer sowie der Planung des Programms.

  • Ab März melden die Eltern ihre Kinder an
  • Ende Juni trifft sich das gesamte Team zu einem pädagogisch intensiven Seminarwochenende.

Das Seminarwochenende – Ziele:

  • Intensiver Einblick in den Ablauf und die Strukturen des Abenteuerlandes, durch gezieltes Einbeziehen in die Planung
  • Die detaillierte Planung des Programms der einzelnen sechs Zeltstädte, des Workshopangebots für beide Workshopwochen und der Highlights
  • Die Bildung eines stabilen Teams durch die Förderung von Vertrauen
  • Gemeinsame Zielsetzung und klare Strukturen durch klare Aufgaben

 

Zielformulierung Abenteuerland

Integration

Förderung der intersozialen Integration, d. h. Eingliederung von Kindern mit Mehrfachbelastungen in eine Gruppe. Verbesserung des sozialen Verhaltens und Abbau von Vorurteilen sowie das Erleben von Toleranz.

Prävention

Befähigung zum Erkennen und Ausprobieren neuer Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen sowie der eigenen Grenzen. Erhöhung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls, um negativen Einflüssen gestärkt entgegenzutreten.

  • Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Materialien
  • Anhand eigener Erfahrungen ein neues Natur- und Umweltverständnis entwickeln
  • Verlässliche Betreuung der Kinder über drei Wochen
  • Explizites Eingehen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder
  • Erfahren einer freien, unbeschwerten, ungezwungenen und erlebnisreichen Ferienzeit

 

Methoden

Pädagogische Arbeit in altersspezifischen Zeltstädten

Das Programm in den Zeltstädten wird altersspezifischgestaltet, um gezielt auf die Entwicklung der Kinder einzugehen. Ziel ist die Schaffung eines Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühls.

 

Pädagogische Arbeit in altersübergreifenden Workshops

Die Kinder können hier nach Lust und Laune ihren Interessen nachgehen.

Der Abenteuerlandausweis

Jeder Teamer und jedes Kind erhält einen Ausweis, mit dem er ins Abenteuerland einreisen kann. Dadurch wird die gemeinsame Ebene und die Solidarität aller aufgebaut.

Der Bustransfer

Er ermöglicht vielen Kindern einen kontinuierlichen, und sicheren Besuch im Abenteuerland.

T-Shirt in den Farben des Abenteuerlandes

Jeder Teamer erhält am Anfang und jedes Kind am Ende ein T-Shirt in den Farben seiner Zeltstadt– sie machen deutlich: Wir sind das Abenteuerland!

Die Highlights

Feste, Übernachtungen, Großrallye, Bergfest die Große Nacht—hier ist neben allem anderen auch viel an Besonderem geboten.

Eltern- und Teamarbeit

Elternarbeit

  • Die Eltern der teilnehmenden Kinder haben unterschiedliche kulturelle, religiöse und finanzielle Hintergründe
  • Nicht mehr alle Kinder leben bei ihren Eltern, d. h. Elternarbeit bedeutet im Abenteuerland auch den Austausch mit ErzieherInnen und SozialpädagogInnen
  • Eltern werden über alle Aktionen in Elternbriefen informiert

Das Leitungsteam ist der Ansprechpartner der Eltern und steht mit Rat und Tat zur Seite.

 

Arbeit im Team

  • Bildung eines stabilen und verlässlichen Teams
  • Klare Aufgaben- und Rollenverteilung sowohl in der Zeltstadt als auch zeltstadtübergreifend, um Abläufe zu optimieren
  • Dem Team obliegt die Planung des Zeltstadtprogramms und der Workshopangebote
  • Geregelte, klar strukturierte Vorgehensweisen bei Unfällen und Konfliktsituationen
  • Unterstützung des Großteams durch „kleine Teamer“. Sie erhalten eine intensive Anleitung und längere Ruhepausen

 

Finanzierung

 

  • Die Gesamtkosten errechnen sich unter anderem aus der Aufwandsentschädigung für die ehrenamtliche Arbeit der Teamer, den Löhnen der Busfahrer, dem Preis für das benötigte Benzin oder die Aufwendungen für Essen und Material zum Basteln, Bauen und Reparieren.
  • Diese Kosten werden über verschiedene Posten abgedeckt:
  • Durch einen festgelegten Beitrag der Eltern der teilnehmenden Kinder
  • Die Stadt Würzburg übernimmt zum Einen die Kosten bei Eltern bzw. Elternteilen, die aus finanziellen Gründen den Elternbeitrag nicht aufbringen können und gewährt zum Anderen einen Zuschuss für jedes teilnehmende Kind
  • Der Förderverein Abenteuerland e. V. stellt einen Großteil des Materials zur Verfügung, wie einen Teil der Großzelte, die Küchenausstattung, Büroutensilien und die T-Shirts in den Zeltstadtfarben. Durch intensive Zusammenarbeit mit dem Förderverein beteiligen sich viele Sponsoren durch kostenlose Bereitstellung von Sachleistungen oder durch Spendengelder.

 

 

Die Kinder: „Im Abenteuerland – das sind die besten Ferien von der ganzen Welt.“

 

Die Teamer: „Über Jahre hinweg zu erleben und dazu beizutragen, wie Kinder in drei Wochen zu einer Gruppe zusammen wachsen, macht mir deutlich, dass hinter diesem Projekt viel mehr als nur eine Ferienfreizeit steckt. Dahinter wirkt eine Idee mit der tiefen Überzeugung, Kindern und ihren Familien neue Türen zu öffnen und andere Perspektiven zu schaffen.“

 

Die Eltern: „Ich hatte drei Wochen lang jeden Abend ein schmutziges und müdes Kind, das sehr glücklich war und soooo viel zu erzählen hatte.“

 

Die Sponsoren: „Bei solchen Projekten zu helfen ist für unsere Firma selbstverständlich. Diese Aktion ist für mich keine Belastung. Das ganze Team und die überspringende Atmosphäre hier – da weiß man, für was und wen man das tut!“

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